Schafe in Baumkulturen - funktioniert das ?

Allein reinrassige Shropshireschafe haben bewiesen, dass sie sowohl Nadelgehölzplantagen also auch Obstbaumkulturen zuverlässig beweiden, ohne die Zweige der Koniferen zu verbeißen oder die Rinde der Bäume zu schälen. Diese Fähigkeit ist auf ihr angeborenes Fressverhalten zurückzuführen. Futterpflanzen werden nämlich selektiv von ihnen ausgewählt.

Unterstützt wird diese wertvolle Eigenschaft über ein speziell abgestimmtes Weidemanagement. So werden Shropshireschafe mittlerweile in Weihnachtsbaumkulturen, Gärten, Grünanlagen und Streuobstwiesen sowie in Forstkulturen eingesetzt, um diese unkrautfrei zu halten.

Ein Multitalent stellt sich vor

Das Shropshireschaf gehört zu den traditionellen englischen Niederungsrassen und ist ursprünglich in der Region Shropshire beheimatet. Ausgehend von mehreren lokalen Landrassen entwickelt es sich im späten 19. Jahrhundert zu der vorherrschenden Fleischschafrasse Englands.Es ist ein mittelgroßes, wüchsiges Fleischschaf mit einem langen, tiefen Rumpf und breitem Rücken. Der häufig auch bis in die Stirn und an die Backen bewollte Kop, aufgesetzt auf kurzem, kräftigem Hals, ist mit schwarzen Stichelhaaren besetzt und hornlos. Das reinweiße Vlies weist eine dichte Crossbred Wolle auf.

Die kräftigen Beinehaben straffe Fesseln und feste Klauen.Das Shropshireschaf besitzt eine gute Fruchtbarkeit, belegt durch konstant hohe Abstammquoten um 160%. D

ie ausgeprägte Mütterlichkeit und gute Milchleistung sind Gewähr für wüchsige Lämmer. Im Verhalten ist es ruhig, wodurch das Herdenmanagement erleichtert wird. Bei langer Brunstsaison ist Erstbelegung ab 8 bis 10 Monaten möglich.

Wegen ihrer robusten Konstitution und großen Anpassungsfähigkeit sind Shropshireschafe zunehmend in der Landschaftspflege gefragt. Auch bei sehr kargem Futterangebot können sie aufgrund ihrer guten Grundfutterverwertung noch hohe Leistungen erbringen.